Sonntag, 31. Mai 2020

Frohe Pfingsten ....


wünsche ich meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten. Genießt das Pfingstfest im Kreis Eurer Lieben.

Hier habe ich noch ein Gedicht für Euch.

Pfingstbestellung

Ein Pfingstgedichtchen will heraus
ins Freie, ins Kühne.
So treibt es mich aus meinem Haus
ins Neue, ins Grüne.

Wenn sich der Himmel grau bezieht,
mich stört's nicht im geringsten.
Wer meine weiße Hose sieht,
der merkt doch: Es ist Pfingsten.

Nun hab ich ein Gedicht gedrückt,
wie Hühner Eier legen,
und gehe festlich und geschmückt –
Pfingstochse meinetwegen –
dem Honorar entgegen.

Joachim Ringelnatz

Donnerstag, 21. Mai 2020

Einen schönen Vatertag ....


wünsche ich allen Vätern und den Männern ohne Nachwuchs einen schönen Herrentag.

Leider ist in diesem Jahr alles anders, man kann nur hoffen, dass es so nicht bleibt. Seien wir zuversichtlich und dann holt Ihr diesen Tag einfach nach.

Allen anderen wünsche ich einen schönen Feiertag. Macht alle das beste daraus!

Mehr Bilder und Gedichte zum Vatertag gibt es hier.


Sonntag, 10. Mai 2020

Einen schönen Muttertag ....


wünsche ich allen Müttern auf dieser Welt.

Macht das beste aus diesem Tag in dieser ungewohnten Situation.

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Mutter

›Mutter‹ ist der schönste Name
auf dem weiten Erdengrund.
Zärtlich oft wird er gerufen
leise aus der Kinder Mund.

Leise nur wird er gesprochen,
wenn bang und traurig ist das Herz.
Hilfesuchend oft gerufen,
wenn dich drückt die Not, der Schmerz.

Wenn die Mutter ist dann selber
von der Arbeit müd und alt,
der Muttername bleibe heilig,
dann denk zurück und gib ihr Halt.

Behütet, beschützt ein Leben lang,
drum sag ich heut am Muttertag
für deine Güte und Treue
hab Dank, hab Dank.

Verfasser unbekannt

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Danke, Mutter, für das Leben,
für die Lieb', die uns gehört,
danke, Mutter, für das Geben,
für dein Sein auf dieser Erd'.
Könnten wir dich ewig halten,
immerzu auf dieser Welt,
du würdest sie so schön gestalten,
daß kein Schatten auf sie fällt.
Laßt uns auch dem Herrgott danken,
einfach, daß es Mütter gibt,
niemand wird im Leben wanken,
wenn ihn eine Mutter liebt.

Verfasser unbekannt

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An Mutter denk ich jeden Tag,
was immer auch geschehen mag.
Vergessen kann ich Mutter nicht
mit ihrem Lachen im Gesicht.

Die großen Augen, frisches Haar,
gelebt, geliebt so manches Jahr,
an Arbeit reich, an Münzen knapp,
auf jeden Fall stets voll auf Trab.

Verfasser unbekannt

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Sonntag, 12. April 2020

Frohe Ostern ....


wünsche ich all meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten. Genießt die Feiertage und das schöne Wetter. Und vor allen Dingen, bleibt gesund!

Ein Ostermärchen

“Wann ist denn endlich Ostern?” Hopps stellte diese Frage sicher schon zum hundertsten Mal. Sie war aufgeregt, weil es das erste Osterfest ihres Lebens war. Die anderen Hasen hatten ihr schon so viel vom Eierbemalen erzählt, dass sie es kaum noch abwarten konnte, selbst zum Pinsel zu greifen.

Diesmal antwortete die Mutter lächelnd: „Morgen ist es so weit! Gleich bei Sonnenaufgang holen wir die Eier und dann kann es losgehen!“ Hopps machte einen vergnügten Luftsprung. Endlich würde auch sie ein richtiger Osterhase werden!

Doch am nächsten Morgen, als sie die Augen aufschlug, war von den anderen Hasen nichts zu sehen. Nur Hoppeline, die Urgroßmutter, lief mit besorgter Mine von Bett zu Bett, in der Pfote ein Fieberthermometer.

Mit einem Satz sprang Hopps aus den Federn. „Was ist los, Uroma?“, fragte sie erschrocken. Die alte Hasendame streichelte ihr übers Fell und sagte traurig: „Mit Eierbemalen wird es in diesem Jahr nichts! Alle sind krank! Alle außer dir und mir! Und wir beiden können es allein nicht schaffen, ganz ausgeschlossen!“

Tief enttäuscht ließ Hopps die Ohren hängen. Ihr erstes Osterfest fiel ins Wasser! Sie dachte auch an alle Kinder, die nun vergeblich nach bunten Eiern suchen würden. Gab es denn wirklich keine Möglichkeit, es auch ohne die anderen Familienmitglieder zu schaffen?

„Uroma, wo sind die Eier jetzt?“, fragte sie. „Im Hühnerstall! Die Hennen haben letzte Nacht eine Sonderschicht eingelegt und warten nun darauf, dass wir mit unseren Kiepen kommen und die Eier abholen.“ Angestrengt dachte das Hasenmädchen nach. „Wenn ich mehrmals zum Stall liefe, könnte ich es dann nicht allein schaffen?“

Die alte Häsin schüttelte den Kopf: „Nein, mein Kind, das ist viel zu schwer für dich! Du brauchtest dafür bestimmt zwei Tage, und bis dahin ist Ostern vorbei! Außerdem – wer sollte denn all die Eier bemalen?“

So schnell gab Hopps aber nicht auf. Sie zog die Stirn kraus und überlegte. Plötzlich kam ihr eine Idee. „Bin gleich wieder da! Hol schon mal die Farbtöpfe herbei, Uroma!“, rief sie, griff sich die kleinste Kiepe und sprang quer über die Wiese davon zum Hühnerstall.

Ein lautes Gegacker erwartete sie. Keiner beachtete das Häschen, das versuchte, sich bemerkbar zu machen. Schließlich trommelte Hopps mit ihren Hinterläufen so lange auf den Boden, bis auch das letzte Huhn den Schnabel hielt.

„Guten Morgen, liebe Hühner“, rief sie, „es ist etwas Schreckliches passiert: Alle außer mir und Uroma sind krank und können die Eier weder abholen noch bemalen. Ich brauche dringend eure Hilfe!“ Die dicke Berta gackerte unwirsch: „Wie, unsere Hilfe? Ist es nicht genug, dass wir die ganze Nacht Eier gelegt haben, statt zu schlafen? Was denn sonst noch?“

„Ruhe!“, fiel ihr Kunigunde, die älteste Glucke, ins Wort. „Wenn die Osterhasen Hilfe brauchen, dann sind wir zur Stelle! Hopps, du kannst mit uns rechnen! Mit den meisten von uns auf jeden Fall!“, fügte sie mit einem scharfen Blick auf Berta hinzu. Diese hatte sich aber beruhigt und gluckte nur noch leise vor sich hin. „Also, was können wir tun?“, erkundigte sich Kunigunde. Hopps reckte sich und richtete ihre langen Ohren auf, in der Hoffnung, dadurch erwachsener zu wirken. „Wenn ihr alle ein paar Eier unter eure Flügel steckt, dann könnt ihr sie mit zwei- bis dreimal Hin- und Herlaufen schnell auf unsere Malwiese bringen! Und ich helfe mit meiner Kiepe.“ Kunigunde nickte: „Ja, das müsste gehen. Los, meine Damen, an die Arbeit!“

Jede Henne klemmte sich mehrere Eier unter die Flügel und lief los. Es dauerte gar nicht lange und ein Eierberg türmte sich vor den Augen der erstaunten Hoppeline auf. Zwar lag auf dem Weg zwischen Stall und Wiese das ein oder andere „Spiegelei“, das einer zu eiligen Henne herausgerutscht war, aber die meisten Eier hatten den Transport unbeschadet überstanden.

Die Urgroßmutter klatschte zunächst erfreut in die Pfoten, ließ aber dann die Ohren hängen. „Alles schön und gut, aber wer soll sie nun anmalen?“ Hopps sprang übermütig auf und ab. „Kein Problem! Die Eier werden in diesem Jahr vielleicht etwas anders aussehen als sonst, aber ich denke, es wird klappen! Wir müssen sie nur noch schnell kochen!“ Uroma schürte sofort das Feuer unter dem großen Kessel.

Sobald die Eier hart gekocht waren, stellte Hopps ihre Ohren fast waagerecht und wölbte sie so, dass sie wie zwei Schalen aussahen. „Nun gieße in mein linkes Ohr gelbe Farbe und in mein rechtes hellgrüne, Uroma! Dann lässt du die Eier nacheinander hindurchrollen und sie plumpsen am anderen Ende auf diesen Strohballen. Das geht viel schneller als mit dem Pinsel! Danach sind die Hühner dran: Sie treten zuerst mit den Füßen in rote oder blaue Farbe und laufen dann über die Eier. Und schon sind es Ostereier!“ Hoppeline war stolz darauf, dass ihre Urenkelin einen so genialen Einfall hatte. und machte sich gleich an die Arbeit. Auch die Hühner waren nicht faul und versahen alle Eier mit bunten Krallenspuren.

„Schön!“, rief Hopps, als das Werk vollbracht war, und bedankte sich herzlich bei ihren neuen Freundinnen. Die dicke Berta, die schließlich doch mitgeholfen hatte, war schon vor Erschöpfung auf dem Strohballen eingeschlafen und auch die anderen gähnten verstohlen.

„Nun haben wir all die schönen Ostereier, aber wer soll sie austragen? Die Hühner sind zu müde, wir können sie nicht noch einmal bitten“, meinte Hoppeline traurig. Aber auch jetzt wusste Hopps Rat. Sie schüttelte ihr gelbes und ihr grünes Ohr und sagte: „Ich laufe schnell zu all meinen Freunden aus dem Kindergarten, sie helfen uns sicher gern!“

Und so kam es, dass in diesem Jahr die meisten Ostereier nicht vom Osterhasen gebracht wurden, sondern von Lämmern, Rehkitzen, kleinen Igeln, jungen Dachsen und ein paar Täubchen.

Quelle: Eva Zimmermann