Samstag, 13. April 2019

Der Blusenkauf ....


Wenn Frau'n was kaufen, das geht flink.
Ich weiß, wie's meinem Freund erging.
Der, jungvermählt, wollt' in der Früh'
mal ins Büro, das sagte sie:
"Laß mich ein Stückchen mit dir gehn."
Dann blieb sie vor 'nem Laden stehn.
"Dein Port'monnaie! Bin gleich zurück,
es dauert nur 'nen Augenblick.
Bleib draußen", sprach Frau Suse,
"ich kauf mir bloß 'ne Bluse."

Nun geht sie rein, "nen Augenblick."
Ihr Mann, sehr heiter, bleibt zurück.
Er freut sich, 's Wetter ist sehr schön,
sieht Kinder, die zur Schule gehn,
und sie sagt drinnen zur Mamsell:
" 'ne blaue Bluse, aber schnell!"
Nun schleppt man alle blauen rein,
und nach 'ner Stunde sagt sie: "Nein,
ich finde keine nette,
ich möcht' 'ne violette."

Nun packt man violette aus.
Ihr Mann, geduldig, steht vorm Haus,
denkt: "Ziemlich lange währt so'n Kauf",
geht auf und ab und ab und auf,
und sie sagt drinnen: "Das ist nett!
Wie kam ich nur auf violett?
Da fällt mir ein, Frau Doktor Schmidt
geht immer mit der Mode mit,
und sie trägt jetzt 'ne gelbe.
Ach, geb'n Sie mir dieselbe.

Nun packt man alle gelben aus.
Ihr Mann wird hungrig vor dem Haus.
Der Mittag naht, die Sonne sticht,
die Kinder komm'n vom Unterricht.
Und sie sucht drin und sagt alsdann:
"Was geht Frau Doktor Schmidt mich an?
Wie kam ich auf 'ne gelbe nur?
Es wird ja Frühling, die Natur
zeigt frohe Hoffnungsmiene,
ach, geb'n Sie mir 'ne grüne."

Nun packt man alle grünen aus.
Ihr Mann ist matt und seufzt vorm Haus:
"Gern kauf't ich 'ne Zigarre mir,
doch's Port'monnaie, das ist bei ihr."
Und sie sagt drin: "Beim Sonnenschein,
da wird das Grün zu dunkel sein."
Da schaut er rein. Mein Port'monnaie",
sie sagt: " 'nen Augenblick noch. Geh!
Ich bin ja gleich zur Stelle.
Ach, geb'n Sie mir 'ne helle."

Nun packt man alle hellen aus.
Da gibt's ein Ungewitter drauß'.
Es regnet bis zum Abendrot.
Ihm fehlt ein Schirm und's Abendbrot.
Und sie sagt drinnen zur Mamsell:
"So'n Wetter heut, und dazu hell?
Und überhaupt, wir haben bald
April, da wird's oft naß und kalt,
dann bin ich die Blamierte.
Ach, geb'n Sie 'ne karierte."

Nun packt man die karierten aus,
und er stöhnt, frei nach Goethe, drauß´:
"Was ewig weiblich, zieht uns an.
Das Weib, das zieht sich ewig an."
Und sie probt drin und sagt entsetzt:
"Was, Nummer vierundvierzig jetzt?
Nicht zweiundvierzig, schlank und schick?
Dann nichts Kariertes, das macht dick."
Ihr Blick zur Taille schweifte.
"Dann geb'n Sie 'ne gestreifte."

Nun packt man die gestreiften aus.
Ihr Mann, der wankt und röchelt drauß':
"Ein'n Augenblick!" Das war ihr Wort!
Dann fällt er um, man trägt ihn fort.
Dann kommt sie mit ner roten raus.
"Hier bin ich schon!" ruft sie froh aus
und schreit: "Mein Mann! Mein Glück!
Gott, ist er tot? Ein'n Augenblick!"
Und in den Laden starrt se:
"Dann geb'n Sie mir 'ne schwarze."

Otto Reutter (1870 - 1931), eigentlich Otto Pfützenreutter, deutscher Couplet-Schreiber


Freitag, 8. März 2019

Zum internationalen Frauentag


wünsche ich allen Frauen immer gerecht zu bleiben. Die Gleichberechtigung haben wir uns erkämpft aber bitte lasst diese Quoten weg. Einen Job sollte immer nur der Mensch bekommen, welcher besser geeignet dafür ist. Nicht wie so viele Frauen, nicht alle, in der Politik das Sagen haben und im Grunde keine Ahnung. Man schaue sich nur die Frauen an, die im Bundestag sitzen. Viele sind ohne Bildung, haben nichts gelernt und nie gearbeitet. Das dürfte auch ein Grund sein, warum sie die Frauenquote erfunden haben.

Ich selbst wollte nie eine Quotenfrau sein aber das musste ich nicht, denn das fing erst an als eine Frau Bundeskanzler wurde. Es ist ein Titel, dem man kein "in" anhängt. Man sagt ja auch auch nicht Frau Doktorin, sondern Frau Doktor. Lasst uns die deutsche Sprache nicht länger verhunzen. Es gibt kein drittes Geschlecht auch wenn es von Politikern mit Toiletten zu Lasten des Steuerzahlers erfunden wurde und dafür extra solche Toiletten gebaut wurden. Wer wirklich muss, dem ist es egal ob es eine Toilette für den Mann oder für die Frau ist. Es ist einfach Irrsinn!

"Politisch korrekt" haben wohl auch Frauen erfunden. Ich selbst habe mich nie daran gehalten, da es einfach Unsinn ist. Bürger sind weibliche und männliche Menschen. Das weiß jeder mit gesundem Menschenverstand. Verbringt Eure wertvolle Zeit nicht damit Dinge auszusprechen wie "Bürgerinnen" und Bürger, alle sind Bürger.

Quelle: Junge Freiheit

Viele Männer wissen nicht mehr damit umzugehen. Komplimente werden als sexuelle Belästigung dargestellt. Ich bin selbst eine Frau und habe gerne Komplimente gehört. Natürlich fühlte ich mich auch manchmal belästigt aber mit ein paar klaren Worten kann man sich dagegen wehren und es klappt auch.

Nun habe ich für Euch ein altes Gedicht ausgesucht, aus einer Zeit, wo es noch noch keine Gleichberechtigung gab. Geschrieben hat es ein Mann.


Würde der Frauen

Ehret die Frauen! sie flechten und weben
Himmlische Rosen ins irdische Leben,
Flechten der Liebe beglückendes Band,
Und in der Grazie züchtigem Schleier
Nähren sie wachsam das ewige Feuer
Schöner Gefühle mit heiliger Hand.

Ewig aus der Wahrheit Schranken
Schweift des Mannes wilde Kraft;
Unstät treiben die Gedanken
Auf dem Meer der Leidenschaft;
Gierig greift er in die Ferne,
Nimmer wird sein Herz gestillt;
Rastlos durch entlegne Sterne
Jagt er seines Traumes Bild.

Aber mit zauberisch fesselndem Blicke
Winken die Frauen den Flüchtling zurücke,
Warnend zurück in der Gegenwart Spur.
In der Mutter bescheidener Hütte
Sind sie geblieben mit schamhafter Sitte,
Treue Töchter der frommen Natur.

Feindlich ist des Mannes Streben,
Mit zermalmender Gewalt
Geht der wilde durch das Leben,
Ohne Rast und Aufenthalt.
Was er schuf, zerstört er wieder,
Nimmer ruht der Wünsche Streit,
Nimmer, wie das Haupt der Hyder
Ewig fällt und sich erneut.

Aber, zufrieden mit stillerem Ruhme,
Brechen die Frauen des Augenblicks Blume,
Nähren sie sorgsam mit liebendem Fleiß,
Freier in ihrem gebundenen Wirken,
Reicher, als er, in des Wissens Bezirken
Und in der Dichtung unendlichem Kreis.

Streng und stolz, sich selbst genügend,
Kennt des Mannes kalte Brust,
Herzlich an ein Herz sich schmiegend,
Nicht der Liebe Götterlust,
Kennet nicht den Tausch der Seelen,
Nicht in Thränen schmilzt er hin;
Selbst des Lebens Kämpfe stählen
Härter seinen harten Sinn.

Aber, wie leise vom Zephyr erschüttert,
Schnell die äolische Harfe erzittert,
Also die fühlende Seele der Fraun.
Zärtlich geängstet vom Bilde der Qualen,
Wallet der liebende Busen, es strahlen
Perlend die Augen von himmlischem Thau.

In der Männer Herrschgebiete
Gilt der Stärke trotzig Recht;
Mit dem Schwert beweist der Scythe,
Und der Perser wird zum Knecht.
Es befehden sich im Grimme
Die Begierden wild und roh,
Und der Eris rauhe Stimme
Waltet, wo die Charis floh.

Aber mit sanft überredender Bitte
Führen die Frauen den Scepter der Sitte,
Löschen die Zwietracht, die tobend entglüht,
Lehren die Kräfte, die feindlich sich hassen,
Sich in der lieblichen Form zu umfassen,
Und vereinen, was ewig sich flieht.

Friedrich Schiller

Donnerstag, 14. Februar 2019

Einen schönen Valentinstag ....

wünsche ich meinen Lesern, Freunden, Verwandten und Bekannten!

Seid nett zueinander!


Liebe

Was die Liebe kann begehren,
Liebe darf es frei gewähren.

Was von Liebe ward verschuldet,
Gern von Liebe wird's geduldet.

Alles Fehlen, alles Irren,
Liebe weiß es zu entwirren.

Trägt mit seliger Gebärde
Alle Not und Schuld der Erde;

Am Geliebten jeden Flecken
Weiß sie sorgsam zu verdecken;

Ja, ihn völlig freizusprechen,
Lächelnd teilt sie sein Verbrechen.

Robert Eduard Prutz